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Von Alexander Bürklen
Eine überaus große Trauergemeinde fand sich auf
dem Friedhof in Mittelschefflenz ein, um den allzu früh an einer
heimtückischen Krankheit Verstorbenen, Klaus-Dieter Zachow, die
letzte Ehre zu erweisen.
Pfarrvikar Ingolf Stromberger, Großeicholzheim,
zelebrierte die sehr würdevoll gestaltete Trauerfeierlichkeit in
sehr ansprechender Art und mit viel Einfühlungsvermögen ließ er
dabei das sehr bewegte, ja durchweg positiv gestaltete Leben von
Klaus Zachow in beeindruckender Weise vorüberziehen. Hierbei war
erkennbar, dass Klaus Zachow, der nur 61 Jahre alt werden durfte,
nicht nur in seinem Beruf Anerkennung und Wertschätzung zuteil wurde,
sondern weit darüber hinausgehend auch als 1.Vorsitzender bei der
Sportvereinigung Schefflenz und in Personalunion auch als
Oberschützenmeister der dortigen Schützenabteilung. “Die
Sportvereinigung Schefflenz darf sich glücklich schätzen, eine solch
herausragende Persönlichkeit in ihren Reihen gehabt zu haben”,
so Ingolf Stromberger, der noch erwähnte, dass Klaus Zachow auch die
Leidenschaft zum Hobby-Fotografen ausübte und so manchem
Arbeitssuchenden eine Stelle bei Audi vermitteln konnte. Für viele
interessant, die ausführlich vorgetragene Vita von Klaus Zachow, der
niemals die Bodenhaftung verlor und immer wieder auf die Menschen
mit seiner stets zugänglichen und freundlichen Art zuging. Gemeinsam
mit dem von Elke Uhlich geleitete Beerdigungschor sang man: “Meine
Zeit steht in Deinen Händen” und “Befiehl
Du Deine Wege”.
Von der Audi AG, Neckarsulm, war eine große
Abordnung zugegen. Der Werkleiter Neckarsulm, Dipl.-Ing. (FH)
Albrecht Reimold, ließ erkennen, dass der Vorstand der Audi AG, die
Werkleitung, die Führungsmannschaft und alle Mitarbeiter des
Standortes Neckarsulm tief betroffen sind, von dem plötzlichen
Ableben des ehemaligen Leiters der Fertigung des Premium-Produktes,
des Flaggschiffes “A 8”.
Die berufliche Ära begann zu NSU-Zeiten und durch stetigen Fleiß,
gepaart mit viel Elan, konnte sich Zachow, mit einer
Bilderbuchkarriere, zur Führungspersönlichkeit bei Audi entwickeln.
Reimold bezeichnete Zachow als strahlende Persönlichkeit mit
frappierender Offenheit, mit viel Mut, steter Menschlichkeit,
Herzlichkeit und ihm eigenem, aufrechten Charakter. An seinem
profunden Wissen, ließ er alle, wenn nötig, teilhaben.
Norbert Rank, Vorsitzender des Betriebsrates
Neckarsulm, betonte, dass man mit Klaus Zachow nicht nur einen
wertvollen Vorgesetzten verlor, er sei in seinem Berufslebens auch
immer ein geschätzter Kollege und vorbildlicher Manager gewesen, der
das Herz an der rechten Stelle hatte. “Er
war seiner Mannschaft und seinen Kollegen stets sehr nahe und
pflegte dabei seine zugängliche, persönliche Note. Stets war Klaus
bestrebt, die Interessen der Arbeitnehmer und die des Unternehmens
in Einklang zu bringen“.
Bürgermeister Rainer Houck betonte, dass
Schefflenz einen unermüdlichen Motor verlor, der sehr viel leistete
und dem das dörfliche Leben, der Umgang mit Menschen, sehr am Herzen
lag. Der plötzliche Tod löste in der Bevölkerung Mitgefühl und
starke Betroffenheit aus. “Wir sind froh,
ein Stück seines Weges mitgegangen zu sein”,
so BM Houck.
Wie liebevoll und kollegial als Vereinsmitglied
und wie wertvoll der von allen sehr geschätzte Klaus Zachow als
Führungskraft (1.Vorssitzender und Oberschützenmeister) bei der SVS
war, konnte dem Nachruf von SVS-Schriftführer Tobias Hornung
vernommen werden. “Klaus war die tragende
Säule der SVS in den letzten, annähernd 20 Jahren”,
so Hornung. Als Schütze war er sehr erfolgreich und als
Oberschützenmeister führte er die Schützenabteilung in vorbildlicher
Weise. Auch der Ausbau des Schützenstandes und sonstiger
Räumlichkeiten wurden von ihm initiiert und vorangetrieben. In
seiner Ära als Vorsitzender der SVS wurde das Sportheim in
Mittelschefflenz errichtet, das Sportheim in Unterschefflenz
großzügig erweitert und die beiden Sportplätze immer wieder saniert.
Durch seine Einflüsse konnte er die “Kastelruther
Spatzen” nach Schefflenz bringen und durch
persönlichen Kontakt mit Ralf Rangnick gelang es ihm, den
Bundesligisten, die TSG Hoffenheim, zu einem Freundschaftsspiel
nach Schefflenz zu holen. Dank hervorragender Vereinsarbeit konnte
im Jahre 2009 bei der Aktion: “Mobil zum
Spiel”, durch die Dietmar-Hopp-Stiftung,
ein Mannschaftsbus in Empfang genommen werden. “Wir
verlieren mit Klaus einen guten Freund und Vereinsführer und danken
ihm für seine außerordentlichen Leistungen, die er für die SVS
erbrachte”, so Hornung.
Der Vorsitzendes des Sportschützenkreises Mosbach,
Karl Peischl, bescheinigte Klaus Zachow hohe Sachkompetenz und
zollte ihm großen Respekt ob seiner vielen Verdienste, die er sich
als Oberschützenmeister erwerben konnte.
Alle Redner sprachen Gertrud Zachow und ihrem
Sohn Jochen, sowie den gesamten Angehörigen ihr tief empfundenes
Mitgefühl aus.
SVS-Vorstandskollegen trugen den Sarg zur letzten
Ruhestätte und Martin Herold schwenkte die Schützenfahne über dem
offenen Grabe. Die Allfelder Schützen verabschiedeten Klaus Zachow
mit 4 Böllerschüssen. “Mister A 8”,
wie man ihn bei Audi respektvoll nannte, hatte noch als Ruheständler
eine Beraterfunktion bei Audi inne, indem er zahlreiche VIPs auf
seine ihm eigene Art betreute.
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